GPA-djp

MAN will Werk in Steyr schließen

Voller Einsatz zum Erhalt des Standorts

Der zum VW-Konzern gehörende Lkw- und Bushersteller MAN hat angekündigt, in Deutschland und Österreich bis zu 9.500 Arbeitsplätze zu vernichten. Auch der österreichische Produktionsstandort in Steyr mit rund 2.300 MitarbeiterInnen steht zur Gänze auf der Abschussliste des Konzerns. Doch der Konzern steht wirtschaftlich gut da und zahlt 2020 hohe Dividenden an Aktionäre aus.

Bis 2030 hat der Konzern für Steyr eine Standortgarantie abgegeben. Es gibt Ausstiegsklauseln im Vertrag, aber selbst in der schwersten Wirtschaftskrise 2008/09 hat sich das Konzern-Management an die Garantien gehalten. Damals gab es einen Einbruch bei den Aufträgen, das ist heute nicht der Fall. Trotzdem lässt das Management den Ausstieg jetzt prüfen.

Es gab bereits eine erste Betriebsversammlung. Der Betriebsrat und die Gerwerkschaften GPA-djp und PRO-GE fordern statt der angekündigten massiven Arbeitsplatzvernichtung die Ablöse des MAN-Managements und einen Neustart für die künftige Strategieausrichtung des Unternehmens. Es wird mit allen Mitteln für den Standort Steyr gekämpfen werden.